Warum Singen?

Bereits nach vier Monaten kann ein Fötus hörenBereits nach vier Monaten kann ein Fötus hören und nach viereinhalb Monaten ist das Ohr eines gesunden ungeborenen Babys voll ausgebildet. Ihr Bauchbaby kann Sie hören und speichert Ihre Stimme im Gedächtnis, so dass es Sie nach der Geburt wieder erkennen kann. Ihre Stimme ist für den kleinen „Hörling“ der erste Anreiz für eine Interaktion. Und Sie als Schwangere spüren gleichzeitig, dass Sie auf das Verhalten Ihres Babys reagieren können. Nutzen Sie Ihre Stimme als Medium und kommunizieren Sie mit Ihrem Kind. Sie tun damit sich und dem Baby Gutes.

Gut für die Mama

Singen: Gut für Mutter und Kind

Singen kann effektiv dazu beitragen, ein beschwingtes und ausgeglichenes Leben zu führen.  Singen ist gesund und tut den grauen Zellen gut – so der wissenschaftliche Befund.

Beim Singen strömt der Atem tiefer und stärker, das „In den Bauch“-Atmen kann eine gute Vorbereitung für die Wehenveratmung unter der Geburt sein und versorgt Ihr Baby mit viel Sauerstoff.  Mit dem Singen spielen sich entscheidende Veränderungen im Kopf ab: in der Stirnregion wird das Belohnungssystem aktiviert und das Hormon Oxytocin ausgeschüttet. Dieses Hormon spielt eine wichtige Rolle im Geburtsprozess. So ist es unter anderem verantwortlich für die Mutter-Kind-Bindung. In der neurochemischen Forschung wird Oxytocin beim Menschen mit psychischen Zuständen wie Liebe, Vertrauen und Ruhe in Zusammenhang gebracht.

Gut für das Baby

Das Baby in ihrem Bauch wächst in einer Umgebung auf, in der Sehen nur eingeschränkt möglich ist. Das Hören ist also eine der wichtigsten Möglichkeiten, seine Umwelt zu erfassen. Wie für uns Erwachsene kann Musik für das Ungeborene und den Säugling eine entspannende, beruhigende oder auch stimulierende Wirkung haben. Dies bestätigen nicht zuletzt Erfahrungen vieler Eltern, die bemerkten, dass ihre unruhigen Neugeborenen besonders gut mit Musik zu besänftigen waren. Dies galt insbesondere, wenn die Babys die Lieder aus der Zeit vor der Geburt „kannten“.

Über die Knochenleitung hört das Bauchbaby vor allem die Stimme der Mutter. Ihre Melodie und ihr Sprechrhythmus prägen sich ihm tief ein. Die Geborgenheit der Gebärmutter verbindet sich so mit dem Klang der mütterlichen Stimme. Dadurch eröffnen sich viele Möglichkeiten, Musik und Stimme in der Schwangerschaft, der Geburt und in den ersten Monaten danach einzusetzen.

Gut für die ganze Familie

Noch bevor ein Kind zu sprechen beginnt, fängt es zu singen an. Indem es lacht, juchzt, brabbelt, lallt  – in allen denkbaren Tonhöhen und Arten. Es erprobt seine Stimme und nimmt Kontakt mit seinem familiären Umfeld auf. Das Baby kommuniziert mit uns und wir können darauf antworten. Zuerst singen wir für das Kind, später mit dem Kind zusammen.

Dadurch schaffen wir für das Kind eine Klangwiege, in der es sich geborgen fühlen kann. Gleichzeitig werden die Sinne des Babys angeregt und gefördert. Mit Ihrer Stimme können Sie Ihr Kind trösten, ermuntern, anregen, erfreuen. Gemeinsames Singen erleichtert dem Baby, Mutter und Vater den Übergang in das neue Leben außerhalb des Babybauchs und hilft der ganzen Familie, schneller zueinander zu finden.