Sommerlied

...geordnet nach Tags

 
 

Sommerlied: Es klappert die Mühle am rauschenden Bach

Freitag, August 19th, 2011

Der Sommer, die Getreideernte, das Rauschen des Bachs, der fleißige Handwerker, das Klappern des Mühlrads – beim Singen dieses Liedes entsteht in unsere Köpfen ein romantisches Bild der ländlichen Idylle und des Müllerhandwerks.

Das kommt nicht von ungefähr, denn der Text wurde erstmals von Ernst Anschütz 1834 in einer Kinderliedersammlung veröffentlicht. Die Melodie dazu komponierte Carl Reinicke (1824-1910), deutscher Komponist, Dirigent und Pianist einige Jahrzente später (1867). Es handelt sich also um eine Kinderlied aus der Zeit der Romantik.

Welches Kind weiß heute noch zu erzählen, wie ein Brot gemacht wird? Dieses Lied erzählt uns davon. Grund genug also, es mit unseren Kleinen ab und zu zu trällern.

Der besondere Babybauchsingen-Tip: Begleiten Sie das “klipp-klapp” des Textes mit einem Schlaginstrument, z.Bsp mit Kastagnetten, Klanghölzern oder Trommeln. So machen Sie das Klappergeräusch erlebbar und vermitteln Ihrem Kind Rhythmus und Klangfarbe des Liedes.

 

Die Mühle

Es klappert die Mühle am rauschenden Bach
Klipp-klapp – klipp-klapp
Bei Tag und bei Nacht ist der Müller stets wach
Klipp-klapp – klipp-klapp
Er mahlet das Korn zu dem kräftigen Brot
Und haben wir dieses, so hat’s keine Not
Klipp-klapp – klipp-klapp – klipp-klapp

Flink laufen die Räder und drehen den Stein
Klipp-klapp – klipp-klapp
Und mahlen den Weizen zu Mehl uns so fein
Klipp-klapp – klipp-klapp
Der Bäcker den Zwieback und Kuchen draus bäckt
Der immer den Kindern besonders gut schmeckt
Klipp-klapp – klipp-klapp – klipp-klapp

Wenn reichliche Körner das Ackerfeld trägt
Klipp-klapp – klipp-klapp
Die Mühle dann flink ihre Räder bewegt
Klipp-klapp – klipp-klapp
Und schenkt uns der Himmel nur immer das Brot
So sind wir geborgen und leiden nicht Not
Klipp-klapp – klipp-klapp – klipp-klapp

Die Noten zu diesem Lied und eine Mitsingversion gibt es hier.

Sommerlied: Der Kanon “Lachend kommt der Sommer”

Montag, Juli 18th, 2011

Jede Jahreszeit bringt ihre eigenen Lieder hervor. Darum stelle ich in meinen Kursen gerne an den Anfang ein Jahreszeitenlied. So leben wir mit unserem Singen das Jahr mit – für die Kinder und uns ist das eine sehr wertvolle Erfahrung.

Auf der Suche nach einem passenden Sommerlied fiel mir bei der Recherche auf, dass der Sommer in Liedern deutlich unterrepräsentiert ist. Dann kam mir ein Kanon in den Sinn, den ich in der Grundschule gelernt hatte: “Lachend kommt der Sommer über das Land.”

Der österreichische Komponist dieses kurzen Kanons Cesar Bresgen (1913-1988) ist eine sehr zwiespältige Figur, wie der ihn betreffende Wikipedia Artikel nachweist. Zwar hat er sich sehr für den Aufbau des Jugenmusikschulwerkes eingesetzt, war aber auch ein engagierter Nationsalsozialist. Damit steht er als deutscher Komponist der 30er und 40er Jahre des 20. Jahrhunderts allerdings nicht alleine da. Auch sein Zeitgenosse Carl Orff profitierte zeitweilig vom nationalsozialistischen Regime. Der Text von Cesar Bresgens Sommerkanon ist allerding ideologiefrei und kann auch heute noch gesungen werden.

Lachend, lachend, lachend, lachend kommt der Sommer über das Feld. Über das Feld kommt er lachend: hahaha, lachend über das Feld.

Man kann das Lied in drei Stimmen singen, die jeweils hintereinander einsetzen. Um den fröhlichen und heiteren Charakter zu unterstützen lässt sich das “Sommerlachen” mit kleinen Glöckchen oder Schellen begleiten.

Hier gibt es die Noten zum Kanon (pdf Datei, Seite 6) und hier zum Schmunzeln die Kleinen beim Singen.