Heiligabend

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Fröhliches Weihnachtslied: Ihr Kinderlein kommet

Dienstag, Dezember 20th, 2011

Kaum eine andere Zeit im Jahr lädt so sehr zum Singen ein wie die Weihnachtszeit. Ob zuhause unterm Weihnachtsbaum, in einem Chor  oder beim Weihnachtsgottestdienst. Auch die, die gerne mehr im Alltag singen würden, es aber nicht wagen, dürfen an Weihnachten aus voller Seele mitsingen. Mit dem fröhlichen Weihnachtslied “Ihr Kinderlein kommet” können Sie Ihr Kindchen im Bauch willkommen heißen. Und diejenigen, die mit kleinen Kindern Weihnachten feiern, werden sehen, dass dieses Lied auch die Kleinsten gerne mitsingen werden.

In seiner ursprünglichen Fassung hat das von Christoph von Schmid (katholischer Pfarrer und Schriftsteller) gedichtete Lied acht Strophen. Ich beschränke mich hier allerdings auf die bekanntesten und schönsten. Wer Interesse hat kann den ganzen Text hier nachlesen.

Ihr Kinderlein kommet

Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all’!
Zur Krippe her kommet in Bethlehems Stall,
und seht, was in dieser hochheiligen Nacht
der Vater im Himmel für Freude uns macht.
Da liegt es – das Kindlein -  auf Heu und auf Stroh;
Maria und Josef betrachten es froh;
die redlichen Hirten knien bethend davor,
hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor.
O beugt wie die Hirten anbethend die Knie
erhebet die Händlein und danket wie sie!
Stimmt freudig, ihr Kinder, wer sollt sich nicht freun,
stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein!

Für alle, die sich nicht mehr an die Melodie erinnern gibt es hier eine Version zum Mitsingen.

Babybauchsingen wünscht allen werdenden Eltern und jungen Familien fröhliche und glückliche Weihnachten!

Bayerisches Weihnachtslied: Es wird scho glei dumpa (Es wird schon gleich dunkel)

Montag, Dezember 19th, 2011

Singen in der staden Zeit – das ist schön, romantisch, wohltuend und wichtig für das Familienleben. Am beliebtesten ist zumeist “Stille Nacht, heilige Nacht”. Aber auch der regionale Liederschatz will entdeckt sein. Das Weihnachtslied “Es wird scho glei dumpa” stammt ursprünglich aus dem Brixental in Tirol. Anton Riediger hat es um 1900 verfasst, erstmals veröffentlicht wurde es von Franz Friedrich Kohl und Josef Reiter in der Sammlung „Echte Tiroler Lieder“, die die Überlieferung durch einen alten Sternsinger aufnahmen. Heute wird es nicht nur in Tirol gesungen, sondern auch in allen anderen alpenländischen Gegenden.

“Es wird scho glei dumpa” ist ein Wiegenlied für das Jesus-Kind in der Krippe und vereint Volksglaube und Weihnachtsgeschichte auf berührende Weise.

Die Noten zum Text gibt es unter diesem Link, zum Anschauen und Anhören dieses Mal eine Aufnahme mit Hubert von Goisern – ganz authentisch beim Adventssingen in Salzburg.

Es wird scho glei dumpa

Es wird scho glei dumpa, es wird scho glei Nacht,
Drum kimm i zu dir her, mei Heiland auf d’Wacht.
Will singa a Liadl, dem Liebling dem kloan,
mogst ja net schlafa i hear di no woan.
Hei hei, hei hei. Schlaf süß, herzliabs Kind.

Vergiß jetzt, o Kinderl, dein Kumma, dei Load,
Daß du da mußt leidn, im Stall auf da Hoad.
Es ziern ja die Engerl dei Liagerstatt aus,
Möcht schöner nit sei drin an König sei Haus.
Hei hei, hei hei. Schlaf süß, herzliabs Kind.

Ja Kinderl, du bist halt im Kripperl so schen,
mi ziemt, i kann nimmer da weg von dir gehn.
I wünsch dir von Herzen die süaßte Ruah,
die Engerl vom Himmel, die deckn di zua.
Hei hei, hei hei. Schlaf süß, herzliabs Kind.

Schließ zua deine Äugerl in Ruh und in Fried,
Und gib ma zum Abschied dein Segn no grad mit!
Dann wird a mein Schlaferl so sorglos sein,
Dann kann i mi ruhig aufs Niedalegn freun.
Hei hei, hei hei schlaf süß, herzliabs Kind.

Und für die, die des Dialekts nicht kundig sind gibt es auch eine hochdeutsche “Übersetzung”, die ich gerne hier mit aufnehme.

Es wird schon gleich dunkel

Es wird schon gleich dunkel, es wird ja schon Nacht,
Drum komm ich zu dir her, mein Heiland auf d’Wacht.
Wir singen ein Liedlein dem Kindlein, dem kleinen.
Du magst ja nicht schlafen, ich hör dich nur weinen.
Ei, ei, ei, ei,
Schlaf süß, herzlieb’s Kind.

Vergiß jetzt, o Kindlein, dein’ Kummer, dein Leid,
Dass du da musst leiden im Stall auf der Heid’.
Es zier’n ja die Engel dein Krippelein aus,
Möcht’ schöner nicht sein in dem vornehmsten Haus.
Ei, ei, ei, ei,
Schlaf süß, herzlieb’s Kind.

O Kindlein, du liegst dort im Kripplein so schön;
Mir scheint, ich kann niemals von dir dort weggehn.
Ich wünsch’ dir von Herzen die süßeste Ruh’;
Die Engel vom Himmel, die decken dich zu.
Ei, ei, ei, ei,
Schlaf süß, herzlieb’s Kind.

Schließ zu deine Äuglein in Ruh’ und in Fried’
Und gib mir zum Abschied dein’ Segen nur mit.
Dann wird auch mein Schlafen ganz sorgenlos sein,
Dann kann ich mich ruhig auf’s Niederleg’n freun.
Ei, ei, ei, ei,
Schlaf süß, herzlieb’s Kind.