Herbstlied: Ein Männlein steht im Walde

Ein Männlein steht im Walde (auch: „Das Rätsel von der Hagebutte“) ist eines der zahlreichen volkstümlichen Kinderlieder, hier vom Niederrhein, das Hoffmann von Fallersleben (1798 – 1874) gedichtet hat. Der Text gibt im wahrsten Sinne des Wortes Rätsel auf. Wer ist dieses geheimnisvolle Männlein im Walde: vielleicht ein Waldkönig oder etwa ein Zwerg, eventuell ein Fliegenpilz oder doch die Hagebutte?

Der Schlussvers des Liedes, in dem sich das Rätsel  löst, wird lediglich gesprochen und kommt in den gesungenen Versionen, wie beispielsweise  Humperdincks „Hänsel und Gretel“, nicht vor. Und so bleiben die Kleinen (und auch die Großen) im Unklaren, wie das kleine Männlein wohl aussieht und wie es sich nennen darf. Spielt auch gar keine Rolle, denn die Phantasie schreibt bekanntlich die schönsten Geschichten.

Ein Männlein steht im Walde

Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm,
Es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem purpurroten Mäntelein.

Das Männlein steht im Walde auf einem Bein
Und hat auf seinem Haupte schwarz Käpplein klein,
Sagt, wer mag das Männlein sein,
Das da steht im Wald allein
Mit dem kleinen schwarzen Käppelein ?

gesprochen:
Das Männlein dort auf einem Bein
Mit seinem roten Mäntelein
Und seinem schwarzen Käppelein
Kann nur die Hagebutte sein.

Wer sich die Noten anschauen und die Melodie lernen will, der kann sich hier schlau machen.

Leider habe ich für dieses Lied noch keine schönere Version im Netz gefunden. Tips sind jederzeit willkommen.

Ein Gedanke zu „Herbstlied: Ein Männlein steht im Walde

  1. Mia Birkenberger

    Das Lied hab ich auch gekannt und gemocht… Dachte allerdings immer an einen Fliegenpilz, zumal ich die 2. Strophe nicht gekannt hab…

    Antworten

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