Bekanntes Abendlied: Guten Abend, gut Nacht

Guten Abend, gut Nacht

Guten Abend, gut‘ Nacht
Mit Rosen bedacht
Mit Näglein besteckt
Schlüpf unter die Deck‘
Morgen früh, wenn Gott will
Wirst du wieder geweckt
Morgen früh, wenn Gott will
Wirst du wieder geweckt

Guten Abend, gut‘ Nacht
Von Englein bewacht
Die zeigen im Traum
Dir Christkindleins Baum
Schlaf nun selig und süß
Schau im Traum ’s Paradies
Schlaf nun selig und süß
Schau im Traum ’s Paradies.


Die Melodie von „Guten Abend, gut Nacht“ ist ein wahrer Spieluhrenklassiker, der Text zum Lied – vor allem die erste Strophe – weitgehend bekannt. Kaum einer jedoch weiß, dass mehrere beudetende Personen der deutschen Literatur- und Musikgeschichte an der Entstehung dieses einfachen Lieds beteiligt sind. Da ist zunächst einmal der Text der 1. Strophe: er entspringt einer Sammlung von Volksliedtexten, die zwischen 1805 und 1808 von Clemens Brentano und Achim von Arnim unter dem Titel „Des Knaben Wunderhorn“ herausgegeben wurde. Die 2. Strophe des Lieds stammt aus der Feder von Georg Scherer (1824-1909).

Vertont wurden die beiden Strophen von Johannes Brahms (1833-1897) nach einer Volksweise. Das romantische Wiegenlied ist die Nr 4 aus op. 49 mit dem Titel „Fünf Lieder für eine Stimme“.

Und wer sich auch schon als Kind über die Textzeile „mit Näglein bedeckt“ gewundert hat, für den gibt es hier folgenden Hinweis. „Näglein“ – unsere heutigen Gewürznelken wurden in früheren Zeiten an die Wiege gesteckt, um Krankheiten und Insekten fernzuhalten. Der Autor möchte dem Kindlein demnach einen besonderen Schutz auf die Nacht mitgeben. Das ist doch letzten Endes der Wunsch von uns allen: unsere Kleinen behütet und beschützt zu wissen.

Hier kann man zuhören, genießen, mitsingen.

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